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In einem zweistufigen Kunstwettbewerb soll die Ausgestaltung der neu geschaffenen Räume im Ort der Stille unter der Klosterkapelle entwickelt werden. Gesucht werden Künstler, die diesem Ort eine künstlerische Handschrift und Aussagekraft geben können. Die Jury ist namhaft besetzt.
Mit der Umgestaltung der Franziskuskapelle zum gemeinsamen Gottesdienstort für Schwestern und Besucher hat der Bereich der früheren Pilgerstätte unter der Kapelle neue Aufmerksamkeit erfahren. “Wir hatten den Eindruck, dass das Potenzial, das dieser Ort hat, noch nicht ausgeschöpft war”, sagt Generaloberin Sr. Maria Hanna. So wurde die Idee des “Orts der Stille” entwickelt.
“Hier unten herrscht eine besondere Atmosphäre. Man spürt die Wucht und die Schwere der Fundamente und das hat uns fast zwangsläufig zu dem Gedanken inspiriert, hier unten die Fundamente unseres Glaubens und unserer Spiritualität erlebbar zu machen”, führt Sr. Maria Hanna weiter aus. In den Räumen soll etwas entstehen, das die Menschen Sinnsuche sinnlich erleben lässt, nicht Antworten aufdrängt, sondern Fragen nach den eigenen Wurzeln und Fundamenten stellt. Ein Highlight ist für Sr. Maria Hanna der zukünftige Ort für den Gut-Betha-Brunnen. “Diesen Raum unter der Apsis der Franziskuskapelle gab es bisher nicht und wir haben lange nicht gewusst, ob wir ihn öffnen und nutzen können. Aber erst mit diesem neuen Raum bekommt der Ort der Stille einen inneren Zusammenhang”. Der Brunnen wird künftig direkt unter dem Platz verortet, an dem in der Kapelle der Altar steht. “Eucharistie und Quelle so eng verbunden, das ist ein starkes Bild”, sagt Sr. Maria Hanna.
Erfahrene Künstlerinnen für die Gestaltung gesucht
Für die Gestaltung des Ort der Stille wird nun eine Kunstwettbewerb ausgeschrieben. “Wir richten uns an erfahrene Künstler, die für den neuen Ort der Stille ein künstlerisches Gesamtkonzept entwickeln und ihm eine starke Prägung geben können”, sagt Projektkoordinator Claus Mellinger. Die Ausschreibungsunterlagen können auf der Internetseite des Klosterbergprojekts heruntergeladen werden (s.u.). Am Samstag, 12. Juli findet von 14:00 bis 17:00 ein öffentlicher Informations- und Besichtigungstermin statt.
Im Video können Sie die Räume der Stille im aktuellen Rohbaustatus sehen. Mit dem Klick auf das Video erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen von YouTube einverstanden.
Grund- und Aufrisse mit konkreten Angaben zu den Maßen können Sie hier herunterladen.
Fotos von der Ausstattung der Franziskuskapelle finden Sie nachfolgend. Die Kapelle ist nicht Gegenstand des Wettbewerbs. Die Fotos vermitteln einen Eindruck von der bisherigen Stilistik der künstlerischen Gestaltung der Kapelle, deren Elemente (Prinzipalin, Altarwandgestaltung) in der sanierten Kapelle wieder verwendet werden. Stand der Fotos: 2022. Zur Materialist der Räume nach der Sanierung s. Anlage zu den Ausschreibungsunterlagen.
Stufe 1: Bewerbungsverfahren
Stufe 2: Konzeptphase
Eine Besichtigung ist am Samstag, 12. Juli von 14:00 bis 17:00 möglich.
Wir versuchen gerne, im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Ausweichtermin zu organisieren. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Für die künstlerische Gestaltung ist kein Budget ausgewiesen. Uns ist die Qualität der Entwürfe wichtig. Zugleich ist die künstlerische Gestaltung an diesem Ort wegweisend für die weitere Gestaltung der Räume im Kloster. Deshalb wollen wir diese nicht durch einen engen Budgetrahmen einschränken.
Bei der Bewertung wird die Qualität der Entwürfe im Verhältnis zu den Realisierungskosten betrachtet werden.
Mit der ausgeschriebenen Dotierung ist die Leistung im Rahmen des Wettbewerbs abgegolten. Für die Realisierung wird eine gesonderte Beauftragung den den/die Künstler*in erteilt.
Die geforderten Qualifikationen dienen der Sicherstellung der Qualität von Bewerbung und Entwurf der Teilnehmenden. Falls Sie die geforderten Qualifikationen nicht nachweisen können, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
Die geforderten zwei Din A4-Seiten dienen uns als Orientierung und Zusammenfassung. Gerne können Sie Anlagen hinzufügen, die der Jury bei der Auswahl zusätzliche Einblicke vermitteln.
Nein. Für die Teilnahme spielt weder Ihre Nationalität, noch Ihr Wohnsitz oder der Sitz Ihres Ateliers eine Rolle. Für die Realisierung muss sichergestellt sein, dass Sie die weitere Planung und Umsetzung angemessen begleiten und ausführen können.
Für den Bewerbungsschluss gilt das Datum des Poststempels. Wir bevorzugen für die Einsendung der Bewerbungen den digitalen Weg per Email.
In die Gestaltung einbezogen werden soll der vorhandene Stein, an dem die Gute Beth ihre Vision hatte, die Bronzeplastik der Guten Beth von Gerhard Tagwerker (Brunnentrog ist vorhanden, muss jedoch nicht übernommen werden), sowie die Wandbilder in der Nähe des Steins.
Die gestaltete Hinterwand der Skulptur wurde entfernt. Die Fotos bilden den früheren baulichen Zustand ab. Zur aktuellen Situation beachten Sie bitte das Baustellenvideo.
Bronzeplastik:
Stein:
Wandbilder:
Die Gestaltung des Brunnens ist (entgegen der Visuakisierungen der Architekten) nicht festgelegt. Im Apsisraum wurde bauseitig eine halbrunde Nische geschaffen, zu der sich der Brunnen in Form und Gestaltung verhalten muss. Eine Zuleitung vom Gut-Betha-Brunnen her ist wandseitig auf Fußbodenniveau vorinstalliert. Von den Bauherrinnen gewünscht ist im weitesten Sinne eine Brunnenstele mit einer Art Quellbecken, in das das Wasser von unten her fließt und über einen Überlauf nach unten fließt.
Der Passus meint, dass die Gestaltung bspw. keine zusätzlichen Mauern oder Raumänderungen erforderlich machen soll oder aufwändige Wandverankerungen, Bodenfundamente, Deckenabhängungen etc. benötigt.
Ja, Feld und Wandbilder sind Teil des denkmalgeschützten Gesamtemsembles und müssen erhalten und in das Gesamtkonzept integriert werden.
Ja. Unter Punkt 5.2 ist der Termin für die zweite Jurysitzung versehentlich in das 2026 datiert worden. Korrekt ist das Jahr 2025.
Die vorhandenen Holzfenster werden erhalten und die fehlen Fenster stilgleich ergänzt. Gestaltungsideen, die darauf abzielen, die Raumbelichtung oder Lichtatmosphäre zu gestalten, sind denkbar, müssen jedoch auf die vorhandenen Fenster und die Einbausituation abgestimmt werden.
Die vorhandenen rechteckigen Durchbrüche bleiben in der aktuellen Form erhalten. Auf den Visualisierungen der Architekten sind gerundete Durchgänge zu sehen. Diese Gedanken werden aufgrund der massiven Eingriffe in das Bestandsmauerwerk nicht weiter verfolgt.
Ansprechpartner:
Projektkoordinator Claus Mellinger
Leiter der Stabsstelle Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
Email: mellinger@kloster-reute.de
Telefon: 07524 708-201