Geschichte und Geschichten aus buntem Glas, kraftvoll farbig, faszinierend figürlich – das Wunder von Tholey. In der ältesten Abteikirche auf deutschem Boden hat uns die Künstlerin Mahbuba Maqsoodi in ihre Bilderwelt mitgenommen, die sie für die Abteikirche Tholey geschaffen hat.
Beeindruckende gotische Architektur verbindet sich der Abteikirche Tholey im Saarland auf wunderbare Weise mit den farbigen Glasfenstern, für die Maqsoodi Motive aus der Bibel, der Geschichte des Benediktinerordens und der heiligen Patrone der Abtei gestaltet hat. Mitglieder der Generalleitung und Projektkoordinator Claus Mellinger sind nach Tholey gereist, um zusammen mit der Künstlerin in deren Bilderwelt einzutauchen.
So konkret die Darstellungen erscheinen, so wenig möchte sich Maqsoodi auf eine Deutung festlegen. Denn hinter jedem Motiv erschließt sich eine eigene Welt, in der der Betrachter sich auf eigene Weise ansprechen und berühren lassen darf. Es war inspirierend, mit der Künstlerin zusammen das Werk zu erschließen.
Erfolgreiche Ausstellung in Neunkirchen
Standen in Tholey die fertigen Glasfenster im Mittelpunkt, so zeigte die Ausstellung „Glaubhaft“ in der städtischen Galerien Neunkirchen die Studien und Skizzen zu den Fenstern. Obwohl diese Ausschnitte des Gesamtwerks darstellen, ist doch jede Skizze und Studie ein eigenständiges Kunstwerk, das für sich stehen kann und in seiner ganz eigenen Art anspricht und berührt.
Die Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Galerie, Dr. Liane Wilhelmus, ermöglichter der Reisegruppe aus Reute den Rundgang und die Begegnung mit der Künstlerin vor Beginn der Finissage. Hier kam es zum ersten Aufeinandertreffen von Auftraggeberinnen und einem Teil der Arbeit für Reute. Das Kunstwerk „der Weg“ für den Ort der Stille nahm dabei eine zentrale Stellung im Ausstellungsraum ein.
Das Künstlerinnegespräch während der Finissage gab tiefe Einblicke in die Biographie und Gedankenwelt von Mahbuba Maqsoodi. Wir empfinden eine große Vorfreude auf das, was Mahbuba Maqsoodi für den Ort der Stille in unserem Kloster schaffen wird.
Keine leere Hülle
Tholey ist kein Museum, keine leere Hülle. Abt Wendelinus OSB, Vorsteher des Tholeyer Konvents, hat uns mit großer Gastfreundschaft empfangen und von den Erfahrungen des Konvents mit den herausragenden Kunstwerken in seiner Abteikirche berichtet. Die Kunst, so ist seine Erfahrung, spricht auch diejenigen Menschen an, die zum Betrachten gekommen sind und von Tholey erfüllt weiterreisen.
Ansprechpartner:
Projektkoordinator Claus Mellinger
Leiter der Stabsstelle Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
Email: mellinger@kloster-reute.de
Telefon: 07524 708-201